Schulung Mitarbeitende der Bundesasylzentren im Rahmen des Gewaltpräventionskonzepts und Schulung der Mitarbeitenden in der Opfererkennung und Unterstützung im Rahmen des Leitfadens «Personen mit besonderen Bedürfnissen»
Inhalt
Schulung der Mitarbeitenden der Bundesasylzentren (BAZ) (SEM und Leistungserbringer) zu den für sie relevanten Inhalten des Gewaltpräventionskonzeptes:
Das SEM wird in allen Asylregionen Verantwortliche für die The-men Gewaltprävention und Personensicherheit einsetzen zwecks Sensibilisierung, Umsetzung Gewaltpräventionskonzept, regel-mässiger Qualitätskontrollen und einer kontinuierlichen Aus- und Weiterbildung der Sicherheitsmitarbeitenden am Arbeitsplatz. Die Aus- und Weiterbildung soll dabei durch geeignete Methoden erfolgen wie bspw. in Debriefings nach allfälligen Ereignissen.
Schulung der Mitarbeitenden der BAZ (SEM und Leistungser-bringer) zur Erkennung von Personen mit besonderen Bedürfnis-sen gemäss dem Leitfaden zum Umgang mit Personen mit besonderen Bedürfnissen. Die Schulungen werden voraus-sichtlich die Themen Menschenhandel, (sexualisierte) Gewalt, unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UMA), geschlechts-spezifische Bedürfnisse (Frauen) sowie diverse medizinische Themen im Zusammenhang mit PmbB betreffen.
Ziel
Prävention von ("sexualisierter") Gewalt in den Bundesasylzentren. Erkennung und Unterstützung von gewaltbetroffenen Personen in den Bundesasylzentren (BAZ).
Die Mitarbeitenden sind sensibilisiert auf die Erkennung von gewaltbetroffenen Personen in den BAZ und können diese angemessen unterstützen.
Die Mitarbeitenden erkennen Verdachtsfälle und Personen mit besonderen Bedürfnissen, sind fähig die nötigen Massnahmen einzuleiten und kennen die Meldeflüsse.
Federführend
Staatssekretariat für Migration SEM, Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement EJPD
Partner/-innen
MA-SEM, Leistungserbringer Betreuung und Sicherheit in den BAZ.
Status
In Umsetzung
Umsetzungsstand
Schulungen zum Gewaltpräventionskonzept: laufend. Die Verantwortlichen für die Themen Gewaltprävention und Personensicherheit in den verschiedenen geplanten regionalen Strukturen sowie eine Person, die für die Koordination zuständig ist, wurden eingestellt und sind seit Anfang 2024 aktiv.
Schulungen zur Erkennung und zum Umgang mit besonderen Bedürfnissen: Obwohl die im 2023 erstellten Leitfaden zum Umgang mit «Personen mit besonderen Bedürfnissen» vorgesehene Finanzierung im Rahmen der Sparmassnahmen des Bundes zurzeit nicht zur Verfügung steht, werden einige Massnahmen dennoch umgesetzt und in die Abläufe in den BAZ sowie in die Schulung der betroffenen Mitarbeitenden aufgenommen. Diese Aufnahme erfolgt schrittweise und ist im Gange.
Meilensteine / Zeitplan
Schrittweise Aufnahme der Merkblätter für gewisse spezifische Gruppen von Personen mit besonderen Bedürfnissen in die Weisungen für alle Asylregionen im 2024 und 2025.
Schulungen zum Gewaltpräventionskonzept: Intensivierung im Jahr 2025
Gesetzliche Grundlagen
Bestehende
–
Gesetzliche Grundlagen
Neu zu schaffende
Nein
Indikatoren / quantitative Ziele
Anteil der Mitarbeitenden, die mit den relevanten Inhalten geschult sind.
Weitere Grundlagen
Bericht des Bundesrates vom 25. September 2019 über die Analyse der Situation von Flüchtlingsfrauen in Erfüllung des Postulates 16.3407 Feri
Betriebskonzept Unterbringung BEKO
Gewaltpräventionskonzept
Merkblätter für gewisse spezifische Gruppen von Personen mit besonderen Bedürfnissen
Untersuchungsbericht von Alt-Bundesrichter Niklaus Oberholzer (Bericht über die Abklärung von Vorwürfen im Bereich der Sicherheit in den Bundesasylzentren erstattet im Auftrag des SEM, 30. September 2021)
Ressourcen
Keine zusätzlichen Ressourcen erforderlich. Aufgrund der Sparmassnahmen des Bundes wird diese Massnahme im Rahmen der zur Verfügung stehenden Ressourcen umgesetzt.
Handlungsfeld
Geschlechtsspezifische Gewalt NAP IK: Schwerpunkt II. Aus- und Weiterbildung von Fachpersonen und ehrenamtlich Tätigen
Inwiefern sind Kantone, Städte oder Gemeinden von der Massnahme betroffen?
–